Schwerhörigkeit

Das Hören ist entwicklungsgeschichtlich unser ältester Sinn. Heute weiß man, dass bereits ab der 23. Schwangerschaftswoche das Gehör des Embryos so weit ausgebildet ist, dass Geräusche bewusst wahrgenommen werden.
Hören ist dabei physikalisch nichts anderes als schwankender Luftdruck. Die Schallwellen sammeln sich in der Ohrmuschel und werden über den Gehörgang, das Trommelfell, über das Mittelohr mittels der Gehörknöchelchen in das Innenohr geleitet. Von dort wird der Nervenimpuls in das Gehirn geleitet.
Hören ist somit einer der wesentlichen Sinne für unsere soziale Kommunikation.
Kommt es zu einer Veränderung im beschriebenen Ablauf des Hörens, durch z. B. einen Unfall oder eine Erkrankung, gerät der gesamte Hörvorgang aus dem Gefüge.
Dabei wird zwischen Störungen des Mittelohres (z. B. Mittelohrentzündung) und des Innenohres (z. B. Hörsturz) unterschieden.

Zu den häufigsten Formen der Schwerhörigkeit gehört die Altersschwerhörigkeit. Nach neuesten Studien leiden in Deutschland etwa 16,2 Prozent der Bevölkerung an dieser Form der Schwerhörigkeit.
Insbesondere die hohen Frequenzen werden mit zunehmenden Alter schlechter wahrgenommen, was den Betroffenen besonders in der Kommunikation in größeren Gruppen mit viel Umgebungsgeräuschen Schwierigkeiten bereitet.
Unbehandelt beeinträchtigt diese Form des eingeschränkten Hörens nicht nur den Alltag, sondern u. U. auch die Entwicklung verschiedenster geriatrischer Erkrankungen.

Anders als bei der langsam fortschreitenden Altersschwerhörigkeit kommt es beim Hörsturz zu einem plötzlichen Verlust des Hören. Die Gründe hierfür können vielerlei Ursprungs sein.
Erfreulicherweise kommt es in einer Vielzahl der Fälle zu einer oftmals vollständigen Erholung des Hörvermögens.