Nasennebenhöhlen

Liegt eine chronische Nebenhöhlenentzündung vor, die mit medikamentösen Mitteln nicht mehr zu heilen ist, sollte eine Operation durchgeführt werden.

Durch eine operative Erweiterung der Zugangswege wird eine verbesserte Belüftung und Drainage der Nebenhöhlen erzielt (sog. Engstellenchirurgie).

Diese erfolgt unter Sicht mit dem Mikroskop und kleinen sog. Endoskopen, welche dem Operateur einen guten Einblick in das verwinkelte enge Nebenhöhlensystem verschaffen. Dabei erfolgt der Eingriff in der Regel vollständig durch die Nase.

  • Mittels der sog. Fensterung werden dabei die Zugangswege zur Kieferhöhle erweitert
  • Abtragung dünner Knochenlamellen im Bereich der sog. Siebbeinzellen
  • Erweiterung der Zugangswege im Bereich der Stirnhöhlen
  • Eröffnung der Zugangswege zur Keilbeinhöhle

Der Eingriff wird stets in Vollnarkose und stationär durchgeführt. In einigen wenigen Fällen kann die Operation ambulant (Abtragung von Polypen in der Nasenhaupthöhle mittels Laser) durchgeführt werden. Die Nebenhöhlenoperation wird von Dr. Müller ebenfalls tamponadenfrei durchgeführt.

Die Operation der Nasennebenhöhlen kann heute als Standardeingriff mit guten Erfolgsaussichten angesehen werden. Der Heilungsverlauf in den ersten Tagen nach der Operation ist zumeist weitestgehend schmerzfrei und dauert ca. zwei Wochen. Rasch stellt sich eine deutliche Verbesserung des Allgemeinbefindens ein. Nach etwa vier bis neun Monaten sind die operierten Nebenhöhlen in der Regel vollständig abgeheilt. Dr. Müller hat diesen Eingriff in den vergangenen zwei Jahrzehnten weit über 4000 Male durchgeführt. Auch wenn der Eingriff als risikoarm und die Auftretenswahrscheinlichkeit von Risiken als gering angesehen werden kann, kommt es in sehr seltenen Fällen zu Verletzungen und Komplikationen im Bereich der den Nebenhöhlen benachbarten Regionen. Hierzu zählen Verletzungen der Augenhöhle, der Schädelbasis und/oder des Tränenapparates.