Nasen-OP - funktionell oder ästhetisch

Im Gegensatz zur funktionellen Nasen-Operation, die lediglich eine verbesserte Nasenatmung zum Ziel hat, wird bei einer ästhetischen Nasenkorrektur auch die äußere Form der Nase mehr oder weniger stark verändert. Die Funktion und die Form einer Nase sind dabei aber stets in einem untrennbaren Kontext zu sehen. Während bei einer rein funktionell ausgerichteten Operation der Nase (Korrektur der schiefen Nasenscheidewand) das äußere Erscheinungsbild unverändert bleibt, müssen bei ästhetischen Korrekturen der Nase neben den Wünschen des Patienten immer auch Aspekte der Machbarkeit im Hinblick auf die Funktion der Nase mit einbezogen werden.

Funktionelle Nasenoprerationen:

Ästhetische Nasenoperationen:

Was kostet eine Nasen-Operation?

Die Kosten für den funktionellen Anteil, also der medizinsch/gesundheitlich notwendige Teil der Operation (Begradigung der Nasenscheidewand und ggf. Verkleinerung der Nasenmuscheln) werden in der Regel vollständig von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen getragen. Die Kosten für den ästhetischen Anteil einer Nasenoperation müssen üblicherweise vom Patienten selbst getragen werden (hierzu zählen auch die anfallenden Kosten für die Narkose). Im Rahmen des Beratungsgespräch erfolgt eine vollständige Erläuterung aller möglichen anfallenden Kosten.

Wie lange dauert eine Nasen-OP?

Die Dauer einer Nasenoperation hängt natürlich von der Art des Eingriffes ab. Sie reicht von 25 Minuten bei einer reinen Nasenmuschel-OP bis hin zu mehreren Stunden bei aufwendigeren Nasenkorrekturen. In aller Regel erfolgt die Operation unter Vollnarkose, so dass Sie von der vergehenden Zeit ohnehin nichts merken.

Ist eine Nasen-OP schmerzhaft?

In der Regel ist ein Eingriff an der Nase selten mit echten Schmerzen verbunden. Allenfalls im Eingangsbereich der Nase ist die Nase mehr oder weniger stark berührungsempfindlich. Die Beschwerden nach der OP (Rötungen, Schwellungen) bis zu vollständigen Abheilung können je nach Art der Operation und der verwendeten Technik unterschiedlich stark sein. Insbesondere bei funktionellen Nasen-Operationen überwiegt das Gefühl der besseren Atmung. Nach Möglichkeit wird auf den Einsatz von Tamponaden verzichtet, was das Wohlbefinden unmittelbar nach dem Eingriff deutlich erhöht.

Verzicht auf den Einsatz von Tamponaden

Die Tamponade kann man sich wie eine Art mit Schaumstoff gefüllten Gummi-Fingerling vorstellen, etwa so groß, wie der kleine Finger an der Hand eines Erwachsenen. Bei starken Blutungen während oder nach einer Nasenoperation ist es unter Umständen erforderlich, die Nasenhaupthöhlen auf diese Art zu tamponieren und dadurch stärkere Blutungen zum Stillstand zu bringen. In der Regel verbleiben diese Tamponaden 48 Stunden in der Nase. Bis zur Entfernung der Tamponaden ist die Nase vollständig verstopft. Nicht selten wird von Druckgefühl, Kopfschmerz, Tränenfluss, Schlafstörungen berichtet. Die Atmung durch den Mund führt außerdem zu einem trockenem Rachen, was von vielen Patienten als höchst unangenehm empfunden wird. Durch den Verzicht auf die Tamponaden ist das Wohlbefinden bereits unmittelbar nach der Operation deutlich erhöht. Die Nasenscheidewand wird in diesem Fall durch flache Silikonmembranen gestützt, die sich relativ schmerzfrei entfernen lassen.

Schematische Darstellung des Wohlfühlfaktors nach der Operation.

tamponadenfrei

Vorteile der Operation ohne Tamponade:

  • die verbesserte Nasenatmung kann in den meisten Fällen bereits unmittelbar nach Ende der Operation wahrgenommen werden
  • im weiteren Verlauf treten nur leichte Schwellungen der Nasenschleimhaut auf
  • täglich kann durch Absaugen des Wundsekretes eine gute Nasenatmung hergestellt werden
  • deutlich weniger Tränenfluss
  • weniger Schlafstörungen
  • maximale Schonung der Nasenschleimhäute

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