Faltenbehandlung (Botox/Filler im Gesicht)

Seit einigen Jahren (offizielle Zulassung 2002) stehen mit Botulinumtoxin, kurz Botox, und Hyaloronsäure, kurz Filler, Präparate zur Verfügung, die im sog. off-label use helfen können, den natürlichen Alterungsprozess in Maßen entgegenzuwirken und unserem Gesicht zu einem frischeren und jüngeren Aussehen verhelfen können. Dabei ist es wichtig, das Gesicht weiterhin natürlich erscheinen zu lassen.

Als Facharzt mit der Zusatzbezeichnung für plastische und ästhetische Operationen verfügt Dr. Müller über die erforderlichen speziellen anatomischen Kenntnisse, insbesondere im Bereich der mimischen Muskulatur im Gesicht, zur Therapie mit diesen Wirkstoffen.

Botox - Botulinumtoxin (z. B. Azzalure®)

Ursprünglich wurde und wird Botox vor allem in der Neurologie (Migränetherapie), aber auch in der Augenheilkunde und vielen anderen Fachbereichen, unter anderem in der HNO, insbesondere zur Behebung von Spastiken, Lidkrämpfen, Stimmbandkrämpfen oder dem unfreiwilligen Speichelfluss nach Ohrspeicheldrüsenoperationen eingesetzt.

Die Faltenbehandlung mit Botox wird von verschiedensten Arztgruppen angeboten. Allerdings ist die Anwendung nach dem § 5 des Heilpraktikergesetzes ausschließlich Humanmedizinern und nicht Zahnärzten vorbehalten.

Was ist Botox

Botulinomtoxin ist ein Neurotoxin (Nervengift), welches in Form eines Eiweißes (Protein) von verschiedenen Bakterienstämmen, u. a. dem Clostridium botulinum, ausgeschieden wird.

Durch die Therapie mit einem Botulinumtoxin kommt es zu einer vorübergehenden Lähmung der Muskulatur.

Seit den 1980er Jahren wird dieser vom Körper relativ schnell abgebaute (drei bis sechs Monate) Stoff auch in der Kosmetik verwendet.

Die Behandlung ist besonder effektiv zur Unterdrückung der mimischen Muskulatur und damit der mimischen Falten. So kann es sehr effektiv bei den sog. Krähenfüßen (kleine Lachfältchen am Auge), Stirnfalten und den sog. Zornesfalten eingesetzt werden. Auch bei verstärktem Schwitzen und Migräne kann Botox erfolgreich eingesetzt werden.

Typische Einsatzgebiete der Faltenbehandlung mit Botox

Zornesfalte

Bei der Therapie mit Botox wird das unbeabsichtigte Zusammenziehen der Augenbrauen durch eine Hemmung der verantwortlichen Muskeln (Musculi corrugator supercilii) geschwächt.

So verleiht die Injektion von Botox im Bereich der sog. Zornesfalte unserem Gesicht eine entspanntere, sympathischere Mimik.

Die Behandlung fällt in der Regel sehr wenig (kleinere Hämatome, Schwellungen) bis gar nicht auf, sodass bereits kurz nach einer Behandlung wieder Gesellschaftsfähigkeit besteht.

Krähenfüße

Die neben den Augen liegenden kleineren Fältchen werden einerseits als sympathische Lachfältchen wahrgenommen, andere bezeichnen sie als Krähenfüße. Sie zeigen sich bei stärkerem Zusammenkneifen der Augen, zum Teil auch schon in jungen Jahren, wie es beim Lachen vorkommt.

Mit der gezielten Anwendung von Botox in diesem Bereich kann die Faltenbildung unterdrückt werden und die Augen sind weiter geöffnet. Anders als in anderen Regionen des Gesichtes, ist durch die häufige Belastung der Muskulatur in diesem Bereich die Wirkungsdauer von Botox auf zwei Monate eingeschränkt. Durch häufigere Anwendung kann die Wirkungsdauer auf bis zu vier Monate erhöht werden. In der Regel kann davon ausgegangen werden, dass man nach der Behandlung wieder gesellschaftsfähig ist. Lediglich kleinere Hämatome oder Blutungen zeigen sich selten im Bereich der Einstichstellen.

Stirnfalten

Durch den Einsatz von Botox gelingt es die Stirnmuskulatur (Musculus frontalis) zu entspannen und die queren Stirnfalten (Sorgenfalten) zu glätten. Das Therapieschema muss hier exakt erarbeitet werden und durch die hohe Belastung im Bereich der Stirn muss die Injektion von Botox u. U. in kürzeren Abständen wiederholt werden, da eine zu schwache Dosierung eine zu starke Restmimik nach sich zieht. Eine zu hohe Dosierung hat meist ein unangenehmes steifes Gefühl mit eventuellem Druck auf den Oberlidern durch abgesunkene Augenlider zur Folge.

Im Bereich der Stirn tritt die Wirkung erst nach einigen Tagen ein. Bedingt durch die jahrelange “Belastung” der Stirnmuskulatur sind insbesondere nach einer Erstbehandlung immer noch einzelne Fältelungen zu sehen.

Nach einer Behandlung können vorübergehend vereinzelt kleinere Hämatome im Bereich der Einstichstellen zu sehen sein.

Bei all diesen Formen des Einsatzes von Botox werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

FAQ zu Botox

Wie lange dauert die Behandlung?

ca. 30-45 Minuten

Wie wirkt Botox?

Durch eine Hemmung der Signalübertragung der motorischen Nervenzellen wird die Funktion des Muskels, welcher durch den entsprechenden Nerven versorgt wird, geschwächt.

Wie lange wirkt Botox?

Etwa zwei bis vier Tage nach Anwendung von Botox entfaltet es seine volle Wirkung. In den kommenden Monaten kommt es allmählich zu einem vollständige Abbau des Stoffes. Je nach Region und Dosierung kann ein positiver Effekt für zwei bis sechs Monate erreicht werden.

Um ein möglichst natürliches Ergebnis zu erzielen, kommt es auf eine exakte Abstimmung der Einspritztechnik und Dosierung an.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Die Injektion von Botox erfolgt mit extrem dünnen (33 G) Spezialnadeln.

Neben einem leichten Einstichschmerz und Brennen treten in der Regel keine Schmerzen auf. Mit betäubenden Salben kann auch dieser weitestgehend unterdrückt werden.

Ab wann bin ich wieder gesellschaftsfähig?

In der Regel sofort. Siehe auch einzelne Behandlungsfelder.

Welche Risiken birgt eine Botoxbehandlung?

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass eine dauerhafte gesundheitliche Gefährdung durch die derzeit am Markt führenden Hersteller ausgeschlossen wird. Selten, aber dennoch nie ganz auszuschließen, kann es zu kleineren Hämatomen im Bereich der Injektionsstelle kommen. Vereinzelt klagen Patienten über Kopfschmerzen nach der Therapie.

Eine zu starke Schwächung oder weiträumige Strapazierung der Muskulatur zieht Asymmetrien nach sich. Als Facharzt mit Zusatzbezeichnung Plastische Operationen verfügt Dr. Müller über die entsprechenden anatomischen Kenntnisse, solche Nebenwirkungen zu vermeiden.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Transparenz der Kosten ist uns ein sehr wichtiges Anliegen.

Auch hier gilt, viel Botox verursacht höhere Kosten als wenig Botox.

Grundsätzlich sollte man von Dumpingangeboten Abstand nehmen. Eine qualifizierte Botoxbehandlung hat ihren Preis, da die Qualifikation des Arztes und seiner ärztlichen Behandlung und nicht die des Materials bezahlt wird.

Die Preise für Botox sind in jeder Apotheke zu erfragen. In unserer Praxis verwenden wir überwiegend Azzalure®. Die äquipotente Menge von 50 Mouseunits (Mäuseeinheiten) kostet derzeit je nach Apotheke zwischen 130-140 Euro. Das ärztliche Honorar berechnet sich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Entsprechend der Dosierung können eine bis mehrere Regionen behandelt werden. Die Kosten variieren daher stark. In der Regel sollte man für die Behandlung einer Region incl. der gesetzlich vorgeschriebenen MwSt. und den anfallenden Materialkosten ca. 230 € einplanen.

Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis, wenn Sie mehr über die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten erfahren möchten.

Hyaloronsäure (z. B. Finesse®)

Mithilfe der Injektion von sog. Fillern gelingt es, Gesichtsfalten aufzufüllen und das Gesicht voller und frischer aussehen zu lassen. Die Substanz hält sich in der Regel bis zu zwölf Monate und löst sich dann vollständig ohne Rückstände auf. Somit wird verhindert, dass es zu langfristigen Erhebungen der Haut kommt.

Insbesondere bei tieferen Hautfalten kann mit Hyaloron ein größerer Effekt erzielt werden, als mit Botox.

Was ist Hyaloronsäure?

Hyaloronsäure kommt in natürlicher Form in verschiedensten Regionen des Körpers vor. In Gelenken (Gelenkflüssigkeit), der Haut oder auch dem Auge (Glaskörper). So kommt es u. a. bei der Behandlung trockener Nasenschleimhäute, des trockenen Auges oder auch bei arthrosegeschädigten Gelenken zum Einsatz.

Hyaloronsäure hat die biochemische Fähigkeit, Wasser zu binden und besteht aus kettenartigen verbundenen Zweifachzuckern (Molekülen).

Biotechnisch hergestellte Hyaloronsäuren existieren in unterschiedlichen Konsistenzen und Dichten. Dabei ist die Konsistenz entscheidend für das Einsatzgebiet, die Dichte bestimmt die wasserbindende Fähigkeit des Fillers.

So werden beispielsweise Filler mit hoher Dichte zum Volumenaufbau im Bereich der Wangen oder des Kinns verwendet.

Im Bereich feinerer Fältchen (z. B. am Auge) oder der Lippen kommen Filler mit weniger Dichte zum Einsatz.

FAQ zu Hyaloronsäure

Wie lange dauert die Behandlung?

Je nach Region etwa 30-45 Min.

Wie wirkt Hyaloronsäure?

Hyaloronsäure besteht im Wesentlichen aus Wasser und wirkt volumisierend.

Das injizierte Material augmentiert (verstärkt) das Gewebe. Je nach Gesichtsregion werden Filler von unterschiedlicher Viskosität und Konsistenz angewendet.

Wie lange hält die Wirkung an?

Je nach Region und Dichte des verwendeten Präparats zwischen sechs und zwölf Monaten.

Nach einer ersten Anwendung sollte die Behandlung nach etwa drei Monaten wiederholt werden, um einen besseren Langzeiteffekt zu erzielen. Später sollte man im Schnitt zweimal pro Jahr Filler anwenden.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Um die Faltenbehandlung so wenig schmerzhaft wie möglich zu machen, kann die Haut vor der Behandlung mit speziellen Salben betäubt werden. Manche Filler sind zusätzlich mit betäubendem Wirkstoff versetzt.

Ab wann bin ich wieder gesellschaftsfähig?

In der Regel sofort. Dennoch kann es in einzelnen Fällen zu kleineren, für das Umfeld sichtbaren Schwellungen, Hämatomen oder Knubbeln/Wülsten kommen.

Welche Risiken birgt eine Therapie mit Hyaloronsäure?

Risiken und mögliche Nebenwirkungen sind als gering anzusehen. Vor jeder Behandlung klärt Dr. Müller Sie über möglichen Nebenwirkungen auf.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Die Höhe richtet sich nach der benötigten Menge und den für die ärztliche Leistung nach GOÄ anfallenden Kosten.